Ich möchte hier auf die E-Mail antworten, die wir alle bekommen haben:
Zur Zusammensetzung der "Sicherheitskonferenz" (SiKo):
Nach den Worten eines US-Senators ist die
Siko das "beste militärpolitische Seminar der westlichen Welt".
TeilnehmerInnen sind vor allem ranghohe Militärs und Regie-
rungsvertreterInnen, insbesondere Außen- und Kriegsministe-
rInnen der NATO, aber auch anderer Staaten, wie beispielswei-
se Russland. Seit 1998 sitzt die Rüstungslobby direkt mit am
Tisch. So finden sich VertreterInnen von Konzernen wie Daim-
ler Chrysler, EADS, Krauss-Maffei Wegmann, Boeing, Lockhe-
ad Martin usw. auf der TeilnehmerInnenliste.
(Aus einer Broschüre der Konferenzgegner)
Rüstungskonzerne haben Interesse daran, ihre Waffen zu verkaufen. Auch deutsche Rüstungskonzerne. Die Macht, den Waffenhandel einzuschränken, liegt in den Händen der Firmeninhaber und natürlich der Politiker. Daher muss man sie auffordern, kriegerische Politik zu unterlassen. Nichts anderes passiert bei dieser Demonstration. Um einzuschätzen, welchen Stellenwert Krieg und Militär für die Organisatoren und Teilnehmer der SiKo haben, muss man sich ihre Äußerungen anschauen:
Horst Teltschik, der Hauptorganisator der SiKo, sagte 2007 zu den Frieden fordernden Demonstranten:
"Es ist die Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch Verantwortliche in einer Demokratie schützen muss. In Diktaturen würde so etwas nicht passieren."
Dass die deutschen Waffenfirmen nicht ab- sondern real aufrüsten, kritisieren auch die Kirchen:
' «Wir halten die Politik für expansiv», erklärte der Evangelische Vorsitzende der ökumenischen Organisation, Prälat Stephan Reimers. Denn der Wert der exportierten Kriegswaffen sei um mehr als 40 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro im Jahr 2005 gestiegen. Bei den Rüstungsgütern gebe es nach den von der Bundesregierung vorgelegten Zahlen einen Anstieg von 3,8 auf 4,2 Milliarden Euro.'
(
http://www.netzeitung.de/deutschland/478624.html)
Nicht nur die Kirchen rüsten auf, auch die Bundeswehr. Jeder, der möchte, kann sich im Internet über neue Waffensysteme der Bundeswehr informieren. Militärtransporter, Eurofighter, Kampfhubschrauber, Spionagesatelliten (SAR-Lupe), U-Boote und vor allem Schiffe, mit denen fremde Länder angegriffen werden können. Das sind die neuen Waffen, für die von der Bundesregierung Milliarden von Euro ausgegeben werden.
Genauere Infos:
http://www.imi-online.de/ , z.B.
http://www.imi-online.de/2007.php3?id=1492 .
Dass die Bundeswehr, indem sie Marschflugkörper anschafft und in Afghanistan hilft, Bauerndörfer zu bombardieren, den "Frieden sichern" und Mädchenschulen beschützen würde, halte ich für zynisch. Regierungs-unabhängige Organisationen wie die "Ärzte ohne Grenzen" oder amnesty werden durch die Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan gerade in Gefahr gebracht, was die Entführungen von Mitarbeitern solcher Organisationen auch zeigen.
In den letzten Jahren wurden zunehmend Äußerungen von Politikern und Militärs bekannt, die zeigen, welche Ziele mit den Bundeswehreinsätzen verfolgt werden:
'Im Vorfeld seiner Afrika-Reise sprach Köhler mit der Zeitschrift "Internationale Politik". In dem Interview vom 1. April 2006 wurde der Bundespräsident unter anderem gefragt, ob Deutschland auch eigene nationale Interessen in Afrika verfolge. Daraufhin antwortete Köhler: "Dass wir auch deutsche Interessen identifizieren und einbringen, möchte ich doch sehr hoffen." '
(
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=13366)
Deutlicher wurde der ehemalige höchste Offizier der Bundeswehr:
„Es gibt zwei Währungen in der Welt: wirtschaftliche Macht und die militärischen
Mittel, sie durchzusetzen.“
Klaus Naumann, Generalinspekteur der Bundeswehr, Der Spiegel, 18. Januar 1993
(zit. nach
http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?t=9803&start=0 )
Und das sind nur zwei Beispiele, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Dazu kommen die zahlreichen rechtsextremen Vorfälle in der Bundeswehr, von ganz oben angefangen:
Jahrelang war Reinhard Günzel Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte. Das Magazin hagalil über ihn:
' Soldat sein heißt für Günzel Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Gehorsam, Disziplin - "die traditionellen Werte". Ein Offizier, der 1995 mit ihm eine Gefechtsübung absolviert hat, gab im November vergangenen Jahres einen Satz wieder, den Günzel zu ihm gesagt hatte: "Ich erwarte von meiner Truppe Disziplin wie bei den Spartanern, den Römern oder bei der Waffen-SS." Es ist verwunderlich, dass der Offizier davon erst nach seiner Pensionierung berichtete. Und Günzel? Der hat kein Problem mit diesem Vergleich. "Der Satz kann so gefallen sein." Er wirbelt mit den Armen. "Es geht um die Disziplin von Eliteverbänden." '
(
http://www.hagalil.com/archiv/2004/06/guenzel.htm)
Was allgemein in und um die Bundeswehr an Rechtsextremismus passiert, kann man auf
http://braunzonebw.blogsport.de/ nachlesen.
Mein Fazit:
Die Bundeswehr muss zurück in die Kasernen. Sie ist nicht geeignet, Frieden zu schaffen. Erst recht nicht, solange es in Deutschland und in der Bundeswehr immer noch tausende offene Faschisten und Antisemiten gibt, die Menschen ermorden.
So eine Meinung wird aber bei der "SiKo" nicht geäußert und würde dort auch nicht geduldet. Insofern kann man mit den dort sitzenden Managern und Politikern nicht diskutieren. Es hilft nur Protest, und zwar laut, friedlich und zahlreich!
Ich würde zudem für eine weitere Diskussion empfehlen,
- sich die Geschichte der NATO anzuschauen. Ich finde übrigens auch nicht, dass man deren Auflösung fordern muss.
- sich den Unterschied von UN-"Blauhelmen" und NATO klar zu machen (UN und NATO sind verschiedene Dinge).
- sich die Geschichte Afghanistan anzuschauen
- jeglichem Anti-Amerikanismus kritisch zu begegnen (ich kritisiere die Politik der USA auch, aber ich finde schwarz-weiß-Malerei nach dem Motto "böse USA" gegen "gutes Deutschland" ziemlich unpassend)
Hier übrigens noch mal die Originalmail:
aber denkt doch mal nach..wenn ihr frieden wollt.mit wem müsstet ihr dann redn?etwa mit nem hippi der sowieso schon ein peace-zeichn auf der stirn hat?wohl kaum! ihr müsstet mit denen reden die den krieg machen,also die macht habn ihn zu beenden.von daher reagiert die NATO genau richtig.
da sich die veranstalter dieser demo auch gegn die NATO an sich aussprechen, dazu auch noch was:
die NATO ist- wie wir alle wissn -eine vereinigung von staatn zur sicherung des friedens.was hat besagte friedensvereinigung also für ein interesse an krieg?weitere aspekte: ist es nich die NATO, die "dran schuld is", dass bush noch nicht im iran hockt? und war es nicht die NATO die deutschland den rücken gestärkt hat als schröder ( wie auch merkel) sich geweigert haben bush in seinem krieg zu unterstützen?und die sogenannten blauhelme (friedenssoldaten), ausgesannt von der NATO, haben die nicht für demokratische wahlen in kriesengebieten gesorgt ?und außerdem: die talibanen hätten doch schon längst alle mädchenschuln in afghanistan dicht gemacht und mädchen und lehrer umgebracht wenn die blauhelme nicht gewesn wären!
klar, jede organisation, bzw. vereinigung hat seine schwarzen schafe. im fall der NATO wäre es wohl die usa...
wie oben schon genannt wäre besagtes land bereits im krieg mit dem iran, wenn der rest der NATO sich nicht weiterhin dazwischen stellt.meiner meinung nach sind die usa nur in der NATO um ihr vetorecht zu missbrauchen,äh gebrauchen..aber das ist ein anderes thema...
so, nun kennt ihr meine meinug.denkt drüber nach und überlegt ob es wirklich das richtige ist auf eine demo zu gehn,die sich gegn friedensverhandlungen richtet!
hallo leute,
ich hab von nora ne e-mail bekomm über die anstehende demo in münchen-wie viele von euch sicherlich auch...
im ersten moment erschien mir das ganze auch sehr plausibel. von wegen :"friedensverhandlungen mit waffenhändlern?!?!" aber denkt doch mal nach..wenn ihr frieden wollt.mit wem müsstet ihr dann redn?etwa mit nem hippi der sowieso schon ein peace-zeichn auf der stirn hat?wohl kaum! ihr müsstet mit denen reden die den krieg machen,also die macht habn ihn zu beenden.von daher reagiert die NATO genau richtig.
da sich die veranstalter dieser demo auch gegn die NATO an sich aussprechen, dazu auch noch was:
die NATO ist- wie wir alle wissn -eine vereinigung von staatn zur sicherung des friedens.was hat besagte friedensvereinigung also für ein interesse an krieg?weitere aspekte: ist es nich die NATO, die "dran schuld is", dass bush noch nicht im iran hockt? und war es nicht die NATO die deutschland den rücken gestärkt hat als schröder ( wie auch merkel) sich geweigert haben bush in seinem krieg zu unterstützen?und die sogenannten blauhelme (friedenssoldaten), ausgesannt von der NATO, haben die nicht für demokratische wahlen in kriesengebieten gesorgt ?und außerdem: die talibanen hätten doch schon längst alle mädchenschuln in afghanistan dicht gemacht und mädchen und lehrer umgebracht wenn die blauhelme nicht gewesn wären!
klar, jede organisation, bzw. vereinigung hat seine schwarzen schafe. im fall der NATO wäre es wohl die usa...
wie oben schon genannt wäre besagtes land bereits im krieg mit dem iran, wenn der rest der NATO sich nicht weiterhin dazwischen stellt.meiner meinung nach sind die usa nur in der NATO um ihr vetorecht zu missbrauchen,äh gebrauchen..aber das ist ein anderes thema...
so, nun kennt ihr meine meinug.denkt drüber nach und überlegt ob es wirklich das richtige ist auf eine demo zu gehn,die sich gegn friedensverhandlungen richtet!