Prominente Bands spielen für ein positives Lebensgefühl
FÜRTH - Der Wirderstand gegen Rechtsextremisten bekommt eine unterhaltsame Note: In Fürth hat sich der regionale Verein Wellenbrecher gegründet, der in Nürnberg ein Festival gegen rechts mit prominenten Bands veranstalten will.
"Wir wollen agieren statt reagieren", fasst der Erlanger Rockmusiker Tom Stevens (39) die Vereinsphilosophie zusammen.
Statt mit Fingern auf den braunen Mob zu zeigen, soll ein positives Lebensgefühl vermittelt werden. "Lass' sie stehen" lautet denn auch der Titel von Stevens komponierten Wellenbrecher-Songs.
Sarah Connor, Bananafishbones, Laith Al-Deen, die Gardeners und andere Bands stehen für das Rockfestival am 25. und 26. Juli im Nürnberger Stadion bereits unter Vertrag.
Mit Carlos Santana und James Morrison wird noch verhandelt. Die Veranstalter rechnen mit rund 80 000 Besuchern.
Daneben sollen Erlanger Studenten eine Schülerzeitung produzieren, die mit einer Auflage von 500 000 Exemplaren erscheint und bayernweit verteilt werden soll.
Mitstreiter aus der Politik hat der Verein bereits gefunden: Schirmherren sind neben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Oberbürgermeister von Nürnberg, Fürth und Erlangen. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählen außerdem Gräfenbergs Bürgermeister Werner Wolf und der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Schuster aus Nürnberg.
Prominente sollen auch für eine Plakation gewonnen werden, die mit ihren Porträts und persönlichen Slogans Zeichen gegen rechte Gewalt und Intoleranz setzen.
Die Einnahmen werden Initiativen wie dem Fürther Bündnis gegen Rassismus und Jugendhilfe-Einrichtungen zugute kommen.
(Zeitungsartikel aus den "Nürnberger Nachrichten" vom 11.02.2008)

